Zusammenfassung: Die Brent- und WTI-Rohölpreise stiegen, nachdem die US-iranischen Friedensverhandlungen vollständig gescheitert waren. Israel startete neue Angriffe auf den Libanon, und US-Vizepräsident JD Vance sagte seine Reise in die Schweiz ab. Der globale Energiemarkt ist erneut von Unsicherheit geprägt.
Die globalen Rohölpreise verzeichneten erneut deutliche Zugewinne, nachdem die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz gescheitert waren. Israel verschärfte seine militärischen Angriffe gegen den Libanon und bedrohte damit die Stabilität in der Region des Nahen Ostens.

Laut Reuters vom Freitag (19.6.2026) stieg der Brent-Rohölpreis um 51 Cent oder 0,64% auf 80,36 $ pro Fass. Der US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI)-Rohölpreis sprang um 1,28 $ oder 1,7% auf 77,88 $ pro Fass im Handel um 06.45 GMT.
Dieser Anstieg kehrte den vorherigen Abwärtstrend um. Beide globalen Ölkontrakte hatten wöchentliche Rückgänge von rund 8% verzeichnet, da der Marktoptimismus hinsichtlich der Aussichten auf einen US-iranischen Frieden wuchs. Die Preise erreichten am Donnerstag (17.6.) sogar ihren niedrigsten Stand seit Anfang März 2026.
Der Abwärtsmomentum trat ein, nachdem mehrere Tanker, darunter drei saudische Schiffe mit 6 Millionen Fass Rohöl, erfolgreich die Straße von Hormuz durchquerten. Dies gelang nur Stunden nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens zwischen den Präsidenten des Iran und der USA.
Analysten schätzten, dass das Friedensabkommen mehr als 85 Millionen Fass Öl freisetzen könnte, die im Golf des Nahen Ostens feststeckten. Die Aufhebung der US-Sanktionen gegen iranisches Öl würde das globale Angebot ebenfalls erheblich erhöhen.
"Händler warten immer noch auf konkrete Beweise, dass der Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz wirklich wieder normal ist," sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM.
Die Eskalation des Konflikts durch Israel gegen den Libanon hat den Markt jedoch erneut erschüttert. Weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden ebenfalls verschoben, nachdem US-Vizepräsident JD Vance seine Reisepläne in die Schweiz abgesagt hatte.
Vandana Hari, Gründerin von Vanda Insights, fügte hinzu, dass die Preise möglicherweise ihren Tiefpunkt erreicht haben und der Markt in Zukunft mit hoher Volatilität konfrontiert sein wird.
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